21.May 2012 00:49

24.4.2006

Was bedeutet was bei DSL?

Wer sich für Hochgeschwindigkeit im Internet entscheidet, bekommt eventuell einige technische Begriffe genannt, die er bisher nicht kannte. Mitunter kann es jedoch wichtig werden, zu wissen, was so eine DSL-Leitung warum benötigt. Wir erklären ihnen Splitter, DSL-Modem und andere Begriffe.

Der Telefonanschluss

DSL-Verbindungen ins Internet funktionieren über das Telefonnetz. Erste Voraussetzung für solch eine Verbindung ist also ein funktionierender Telefonanschluss. Das Telefonnetz erreicht über die so genannte TAE-Dose die einzelnen Haushalte (TAE = Telekommunikations-Anschluss-Einheit). Steckdosen mit der Bezeichnung "F" sind Telefonen vorbehalten, Steckdosen mit der Bezeichnung "N" dienen anderen Geräten.

Der Provider

Nun brauchen Sie ein Unternehmen, das Ihnen den DSL-Zugang zum Internet ermöglicht. Diese Unternehmen nennt man Provider, auf Deutsch Versorger. Der DSL-Markt ist zurzeit heiß umkämpft, sodass es eine ganze Reihe von Providern gibt. Die Anbieter unterbieten sich gegenseitig mit ihren Preisen. Sie können zwischen Volumentarifen, Zeittarifen, Flatrates und einigen Sondertarifen wählen. Bei Volumentarifen zahlen Sie für die aus dem Netz geladene Datenmenge (auch im Browser dargestellte Webseiten sind Daten), bei Zeittarifen für Ihre Onlinezeit. Bei Flatrates zahlen Sie Pauschalbeiträge und dürfen dafür beliebig lange online sein und beliebig viele Daten laden. Gerade bei den Providern lohnt sich ein intensiver Vergleich, um den optimalen Tarif für die eigenen Zwecke herauszufinden. Die Geräte für Ihren DSL-Anschluss werden Ihnen zumeist von den Providern zur Verfügung gestellt. Mitunter aber nicht immer kostenlos.

Splitter, NTBA und Modem

An die Telefondose (TAE) wird der so genannte Splitter angeschlossen. "Splitter" ist ein umgangssprachlicher, aber mittlerweile etablierter Begriff für eine Breitbandanschlusseinheit (BBAE). Der Splitter trennt Telefonsignale und DSL-Daten auf und ordnet sie den richtigen Geräten zu. An den Splitter angeschlossen werden zum einen das DSL-Modem, zum anderen bei ISDN-Anlagen der so genannte NTBA (Network Terminator of Basic Access). "ISDN" steht übrigens als Abkürzung für Integrated Services Digital Network und bezeichnet ein digitales Netzwerk für Kommunikation. An das NTBA können verschiedene Endgeräte wie Telefon oder Faxgerät angeschlossen werden. Handelt es sich beim Telefonanschluss nicht um einen ISDN-Anschluss, sondern um eine klassische, analoge Verbindung, so wird an den Splitter nur das Telefon ohne NTBA angeschlossen.

Wandler und Verteiler: Modem und Router

Das DSL-Modem verbindet Splitter und PC. Das Modem kann ein externes Gerät sein, es gibt aber auch in den Computer eingebaute Varianten. Modems wandeln digitale Daten aus dem Computer in analoge Signale um, die durch das Telefonkabel transportiert werden können. Auch die umgekehrte Umwandlung ist Aufgabe des Modems. Statt eines einfachen DSL-Modems kann beispielsweise ein DSL-Modem-Router angeschlossen werden, der mehreren Computern den Zugang ins Internet über eine einzige Leitung ermöglicht. Ein Computer benötigt abschließend eine Netzwerkkarte, um Modem oder Router ansteuern zu können.