21.May 2012 00:34

6.11.2005

Internet-Telefonie: spart Kosten, aber keinen Komfort!

Telefonhörer Internettelefonie ist in aller Munde. Kein Wunder, denn Telefonie über das Internet funktioniert mittlerweile großartig. Allerdings sollte die Internetverbindung schnell genug sein. Dann sind die verschiedensten Varianten möglich, wie etwa kostenlos von Computer zu Computer zu telefonieren oder kostengünstig vom Computer ins Festnetz. Internettelefonie lässt sich auf einfachste Weise mit geeigneter Software vom Computer aus realisieren. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für solch eine Software ist das Programm Skype. Dieses Programm kann kostenlos auf den eigenen Rechner geladen werden. Telefonate zwischen Skype-Nutzern von Computer zu Computer sind komplett kostenlos. Auch ein Telefon muss dafür nicht vorhanden sein. Es genügt ein so genanntes Headset, ein Kopfhörer mit integriertem Mikrofon, schon können Skype-Nutzer loslegen. Alternativ können auch Lautsprecher und Mikrofon getrennt voneinander genutzt werden. Auch Gespräche ins Festnetz sind mit Skype kein Problem, allerdings nicht mehr völlig kostenlos. Beachten müssen DSL Nutzer mit so genannten Volumentarifen das Datenvolumen, das bei der Internettelefonie anfällt.

Ein freier Datentransfer von 2 Gigabyte bei einem Volumentarif ist da ganz schnell aufgebraucht. Andere Software für diese Art zu telefonieren gibt es beispielsweise auf der Seite Freewarepage. Dort lässt sich das Programm MPQ Webphone-Internettelefon 1.1 downloaden. Es verspricht kostenlose Telefonate weltweit sowie Video- und Tonübertragung. Gespräche zwischen Internetnutzern sind mittlerweile auch mit den so genannten Messengern wie dem Messenger von Yahoo oder MSN möglich. Downloaden können Sie den Messenger auf der Seite Messenger-Download.de. Auch hier ermöglicht die Software gute sprachliche Verbindungen. Und es bestehen beim Yahoo-Messenger und MSN-Messenger die Möglichkeiten, Sprachnachrichten zu hinterlassen.

Unternehmen wie 1&1 beispielsweise bieten Ihren Kunden ganz spezielle DSL-Modems an, in die ein so genanntes Phoneboard integriert ist. Angeschlossen werden kann an diese Modems nicht allein der Computer, sondern auch das ganz normale analoge Telefon. Der Nutzer kann fortan entscheiden, ob er für das Telefonieren seinen Telefon- oder seinen DSL-Anschluss nutzt. 1&1 bietet auf diese Weise etwa Telefonieren in ganz Deutschland für einen Cent pro Minute an. Ein Gespräch in die USA kostet 1,9 Cent in der Minute und netzintern von 1&1-DSL-Nutzer zu 1&1-DSL-Nutzer telefoniert man sogar kostenlos. Die Gespräche, auch vom Computer ins Festnetz, werden soweit wie möglich über Internetverbindungen geleitet, was sie kostengünstig macht.

Der Komfort bei dieser Internettelefonie ähnelt dem der normalen Nutzung von ISDN-Telefonen über das Telefonnetz. Rufnummernanzeige, Rufweiterleitung, Telefon-Konferenzen mit bis zu 6 Personen, Makeln, Halten und Rückfragen sind etwa bei 1&1 Teil des Angebots. Daneben werden auch von Unternehmen wie 1&1 zusätzlich Programme angeboten, die Internettelefonie über den eingeschalteten Computer ermöglichen. Die dafür benötigte Software ist zumeist kostenlos. Ein Modem, wie das von 1&1 angebotene, benötigt man für die Internettelefonie ohne Software und ohne eingeschalteten Computer nicht unbedingt. Statt solch eines Modems kann man auch ein externes Phoneboard wählen, das zwischen ein Analogtelefon und einen Router geschaltet wird. So genannte Router sorgen dafür, dass mehrere Rechner oder alternativ Rechner und Telefon dieselbe Internetverbindung nutzen können. Ohne Phoneboards können so genannte Internettelefone an solch einen Router angeschlossen werden. Hierbei kann der PC ebenfalls ausgeschaltet bleiben, wenn man über das Internet telefonieren möchte. Technisch funktioniert die Telefonie vom Internet ins Festnetz mit dem Protokoll "SIP". Bei "SIP" handelt es sich um das mittlerweile gängigste Protokoll für diese Art der Telefonie. Protokolle sind wichtig für die Datenübertragung. Wie etwa das Protokoll "SMTP" für die Übertragung von E-Mails verantwortlich ist, überträgt "SIP" die Sprachdaten in die verschiedenen Netze.