21.May 2012 00:33

20.1.2006

Die Bundesnetzagentur und VoIP

Ein gleichberechtigtes Nebeneinander der verschiedenen Dienste zu schaffen, das sieht die Bundesnetzagentur als wichtige Aufgabe für sich im Bereich der Telekommunikation. Aus diesem Grund wird der VoIP-Markt von der Agentur intensiv beobachtet. Im September 2005 wurden von ihr erste Eckdaten zur Regulierung im Bereich VoIP herausgebracht.

Die Bundesnetzagentur fungiert seit dem 13. Juli 2005 als "Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post". Sie trat die Nachfolge des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation, kurz BMPT, und des Bundesamtes für Post und Telekommunikation, BAPT, an. Auch die Regulierung des VoIP-Marktes gehört zu den Aufgaben der Agentur. VoIP wird, so schreibt es die Agentur auf ihrer Homepage, mittelfristig dieselben Kriterien erfüllen müssen wie traditionelle Dienste.

Bereits im April 2004 initiierte die Bundesagentur eine Anhörung zum Thema VoIP. Über 60 Unternehmen, Behörden und Verbände beteiligten sich. Insgesamt bewegen sich etwa 40 Anbieter für Internet-Telefonie zurzeit in Deutschland auf dem Markt. Ende 2004, so die Agentur, telefonierten ca. 250.000 Menschen in Deutschland regelmäßig mit der VoIP-Technologie, wobei etwa 500.000 Menschen diese Technologie zur Verfügung stand. Die Agentur legte in ihren Eckdaten für VoIP beispielsweise fest, dass Ortsfestnetznummern auch für die Kunden von VoIP-Anbietern zur Verfügung stehen. Mittelfristig muss auf jeden Fall auch dafür gesorgt werden, dass über VoIP Notrufe abgesetzt werden können. Notfallrufnummern sind eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Generell möchte die Bundesnetzagentur im Bereich "Telekommunikation" die Marktmachtstellung des dominanten Anbieters Telekom kontrollieren und den neuen Wettbewerbern zur notwendigen Chancengleichheit verhelfen. Sie möchte zudem der "Entwicklung von VoIP einen transparent entwickelten und verlässlichen regulatorischen Rahmen geben". Fürwahr ein schwieriges Geschäft.