21.May 2012 00:27

26.11.2005

Trotz Milliardengewinnen: Stellenabbau bei der Telekom

Dieses Jahr verzeichnet die Telekom Rekordgewinne in Höhe von 4,4 Milliarden Euro. Trotzdem will sie aus Wettbewerbsgründen am Abbau von 32.000 Stellen festhalten, der bereits im Jahre 2002 geplant war. Davon sind etwa 20.000 Beamte betroffen, die früher von der Bundespost übernommen wurden. Wegen ihnen kostet der Telekom-Stellenabbau den Steuerzahler mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr. Das meldet das Nachrichtenmagazin Focus. Die Telekom bezeichnet diese Meldung als Spekulation. Sie verweist auf die schwierigen Marktbedingungen. Außerdem sollen bis 2007 mit dem Ausbau des VDSL-Breitband-Glasfasernetzes 5.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, so ein Sprecher des Konzerns.

Der Marktführer von mehr als 10 Millionen DSL-Anschlüssen ist mit seinen Plänen in das Kreuzfeuer der Kritik geraten. Bereits in den vergangenen zehn Jahren hat der rosa Riese seine Belegschaft von 230.000 auf 170.000 Beschäftigte reduziert. Die Gewerkschaft droht mit Streik. ver.di spricht von einem "beispiellosen Personalabbau". Vielmehr müsse die Kundenzufriedenheit, der Service und die Qualität bei der Telekom verbessert werden. Eine Verhandlung mit ver.di über einen Arbeitsplatzerhalt verlief ergebnislos. Sie ist auf den 23. November vertagt worden.