29.11.2005
Auch Freenet ermöglicht nun Musik-Downloads
Über 700.000 Songs verschiedenster Genres wie Alternative, Dance, Jazz, Klassik Soul und R&B verspricht Freenet seinen potentiellen Kunden auf seiner Internetseite. Die Songs gibt es in den Dateiformaten MP3 und WMA (Windows Media File). Gezahlt wird laut Angaben des Anbieters entweder per Freenet Rechnung oder im bequemen Lastschriftverfahren, per Telefonrechnung oder per Kreditkarte.
Nutzer der Internetseite können beispielsweise Interpreten, Alben- oder Songtitel mithilfe einer in die Seiten integrierten Suchmaschine finden. Sie können für ihre Musiksuche aber auch eine der musikalischen Genres im Menüpunkt anklicken und sich dort beispielsweise die Top5 Alben des Tages ansehen und in die Top5 Songs des Tages sogar reinhören. Alben und Songs lassen sich auch noch auf andere Weise finden. Beispielsweise in den Angeboten mit besonders preiswerter Musik oder in den Rubriken "Charts", "Neuheiten" und "Interpreten von A bis Z". Zum Download bereit stehen neben ganzen Alben auch einzelne Songs. Wer möchte, kann den Newsletter von Freenet abbonieren, um sich über aktuelle Angebote und Neuerscheinungen zu erkundigen.
Die Songs können auf allen gängigen MP3 Playern oder Windows Media File Playern abgespielt und für den Eigenbedarf auf CD gebrannt werden. Kodiert werden die Songs überwiegend mit 192 KBit. Das ist ein guter Kompromiss zwischen einer Komprimierung mit schneller Downloadzeit und dem Bewahren guter Soundqualität. Ohne Datenreduktion würde eine einzige Sekunde Musik bereits eine Datenmenge von 1400 Kbit verursachen, eine Minute Musik würde dann über 10 MB Platz auf einem Datenträger beanspruchen. Eindeutig zuviel.
Die einzelnen Songs kosten mindestens 89 Cent, die meisten liegen bei einem Preis von etwa 1,29 Euro. Als preisgünstigster Anbieter qualifiziert sich Freenet mit dem letztgenannten Preis jedenfalls nicht. Der große Konkurrent iTunes hat mit etwa 1,8 Millionen Songs eine größere Auswahl und ist bei den meisten angebotenen Songs preisgünstiger als Freenet. Wie viel Erfolg Freenet mit seiner Downloadseite zu verzeichnen hat, bleibt also abzuwarten. Zumal laut Angaben des US-Marktforschungsinstitut "Nielsen Soundscan" der Markt für Musik Downloads in letzter Zeit beispielsweise in den USA fast völlig stagnierte. Das Institut verzeichnete in den Monaten ab Mai 2005 nur eine Steigerung von 6,6 Millionen verkaufter Songs pro Woche auf 6,7 Millionen. Für Deutschland wird kein viel positiveres Bild gezeichnet. So berichtet die Financial Times Deutschland von einem voraussichtlichen Minus von 4,8 Prozent für die Musikbranche im Jahr 2005.
