28.11.2005
Chiphersteller Infineon in den roten Zahlen
Europas größter Chiphersteller Infineon steckt in den roten Zahlen und schreibt nach einem Gewinn von 61 Millionen Euro im Vorjahr aktuell einen Verlust von insgesamt 312 Millionen Euro. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 6,76 Milliarden Euro, so die Berliner Morgenpost.
Sorge bereitet das Geschäft mit den Kommunikationschips, wie sie beispielsweise in Siemens-Mobiltelefonen zu finden sind. Gegenüber den minus 88 Millionen Euro im Vorquartal konnte sich dieser Bereich nicht erholen. Mit einem Defizit von 46 Millionen Euro.
Immerhin legte die Infineon-Aktie in einem festen Gesamtmarkt zeitweise um fast zwei Prozent zu. Ausgerechnet in der Speicherchipsparte, die im Vorquartal laut ARD-Börsennews ein dickes Minus von 125 Millionen Euro verzeichnete, verbucht der deutsche Branchenführer ein Plus von 34 Millionen Euro. Das veranlasst Infineon zu einer Abspaltung der Speichersparte, die er an die Börse bringen will. Während die IG-Metall der Abspaltung skeptisch gegenübersteht, rechnet Infineon-Chef Wolfgang Ziebart im laufenden Quartal mit einem Umsatzplus von bis zu acht Prozent.
Zu einer Preisentwicklung der Speicherchips wollte er aber keine Angaben machen.
Images: © Pixelquelle
