20.May 2012 23:59

30.11.2005

Breitband mal anders Powerline und via Satellit

Neben dem TV-Kabel versuchen auch das Stromnetz und Satelliten, dem Telefonkabel beim Kampf um Kunden für Breitband-Anschlüsse ins Internet, Konkurrenz zu machen. Wo liegen Vorteile, wo Nachteile dieser Zugangsarten? Und welche Anbieter gibt es?

Powerline nennt sich der Internetzugang über die Steckdose. Hierfür wird ein spezielles Modem einfach an die Steckdose und damit an das Stromnetz angeschlossen, das in diesem Fall zur Datenübertragung genutzt wird. Die Technik galt einmal als Zugangsmöglichkeit ins Internet für Kunden, die nicht von der Telekom und anderen DSL-Anbietern mit einem Zugang versorgt werden können. Faktisch kommt sie jedoch nicht sehr häufig zum Einsatz. Ein Grund dafür sind beispielsweise die Angst in der Bevölkerung vor Elektrosmog und immer noch größere technische Unwägbarkeiten bei dieser Zugangsart.

Ein Anbieter von Powerline ist die Vype GmbH. Die von der Vype GmbH bereitgestellte Powerline-Technologie kann zurzeit ausschließlich in der Stadt Mannheim genutzt werden. Als Vorteile der Technologie werden unter anderem einfache Technik, Schnelligkeit und günstige Preise genannt. Mit der Schnelligkeit ist es jedoch etwas problematisch, denn sie kann sehr variieren. Im Gegensatz zum DSL Anschluss ist sie auch von der Anzahl der Nutzer abhängig, die den Zugang ins Internet über die Leitung verwenden. Theoretisch liegt die Zahl der Nutzer, die an eine einzelne Verbindung ins Internet durch das Stromnetz angeschlossen sind, zwischen 30 und 100. Allerdings sind natürlich sehr selten alle Nutzer zur selben Zeit online. Wären sie es, würde die Geschwindigkeit der Verbindung rapide sinken. Vype bietet Volumentarife an, teilweise mit einem Freivolumen von bis zu 6 Gigabyte. Ein anderer Anbieter ist die ODR Telekommunikation GmbH mit Ihrer Marke EnPowerline. Die Technologie ist für die Stadt Ellwangen erhältlich.

Zugang ins Internet über Satellit gibt es von Anbietern wie skyDSL oder sat_speed. Auch diese Anschlüsse haben den Vorteil, dass sie selbst dort möglich sind, wo keine DSL-Anschlüsse gelegt werden können. Oft reicht jedoch der Anschluss via Satellit nicht aus. Bei manchen Angeboten des Anbieters sat-speed, wird beispielsweise zum Senden von Daten noch ein regulärer Internetzugang benötigt, während der Datenempfang über Satellit funktioniert. Für das Senden reicht ein einfacher Call by Call Zugang mit 56k Modem aus. Angebote mit Datenempfang via Satellit und dem Datenversand via Modem funktionieren nach dem Ein-Wege-System. Sie sind weitaus häufiger als das Zwei-Wege-System. Hardwareanforderungen sind bei Ein-Wege-Systemen ein klassisches oder ein WLAN Modem, eine so genannte DVB-Karte und eine Satellitenanlage mit tauglicher Parabolantenne.

Andere Angebote des Unternehmens sat_speed funktionieren nach dem so genannten Zwei-Wege-System. Hier sind Datenempfang und -versand via Satellit möglich. Es bedarf allerdings einer speziellen Satellitenanlage. Als SkyDSL wird ein Internetzugang via Satellit auf der Internetseite angeboten. Laut Anbieterangaben beträgt die Surfgeschwindigkeit bis zu 16 MB pro Sekunde. SkyDSL hat insgesamt drei Angebote. Einen Volumentarif ohne Freivolumen, einen Volumentarif mit 3 Gigabyte Freivolumen und eine Flatrate. Auch diese Angebote sind allerdings Ein-Wege-Systeme. Kosten für einen einfachen Internetzugang via Modem müssen also zusätzlich berücksichtigt werden.